Sonntag, 17. februar 2008


neue beiträge auf
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was haben:

*ein indischer yogi auf dem münchner marienplatz
*mona lisa
*geister, die bekanntlich keine schatten werfen
*der zauber des anfangs
*lichtarbeiter

. . . mit unseren problemen und dem tägliches stress im job zu tun?

von HGREINHARD veröffentlicht in: Job, Karriere, Beruf
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Sonntag, 10. februar 2008

Hier geht es um ein ur-menschlichesThema, ein Konstrukt das im Kopf entsteht, ein Hirngespinst mit sehr fatalen Folgen: Die Erwartung.

Wir erwarten zuviel, zuwenig, etwas anderes und sind dann enttäuscht. Jetzt fangen die Probleme an. Statt froh zu sein, dass die Täuschung aufgeflogen ist (ent-täuschen), starten wir unsere Emotionen: Wut, Trauer, Starrsinn, Aggressivität. Wir ziehen uns zurück oder provozieren Streit. Die Strategien sind hier schier unendlich, scheinbar, denn letztlich sind es immer endliche Spiele, d.h. die Enttäuschung endet immer in Kampf oder Rückzug.

Was aber erwarten wir von unseren Chefs. Sie sind ja schließlich auch nur Menschen. Wenn wir auf deren Lob warten, sind wir abhängig. Das ist wie eine Droge. Dann genügt nur ein falscher Blick, der fehlende Gruß am Morgen, er spricht den Falschen an, aber nicht mich. 

Eins ist klar: In deutschen Unternehmen wird sehr viel mehr kritisiert als gelobt. Nicht nur in der Arbeit. Auch in der Erziehung und in der Schule. Aber Anerkennung brauchen wir doch alle. Anerkennung ist unsere Bestätigung, die wiederum ein Maßstab dafür ist, wo wir stehen und wie wir uns sehen. Es ist wie navigieren. Auf dem Meer oder in der Wüste hatten die Abenteuerer früher nur die Gestirne, also fest kalkulierbare Richtpunkte.
So! Unser Chef versteht das aber jetzt nicht. Was jetzt?

Richtig für uns ist die goldene Mitte. Das hatte übrigens schon Buddha erkannt: Wenn Du die Saite zu fest spannst, reißt sie. Wenn Du sie zuwenig spannst, kannst Du nicht auf ihr spielen. Was heißt das für uns:
Wenn wir uns zurückziehen, verlieren wir uns in Spekulationen, graben uns immer tiefer ein. Zuviel Selbstbewusstsein wiederum signalisiert, dass wir völlig unabhängig von den Meinungen und Stimmungen unserer Chefs sind. Beide Positionen bringen unseren Job in Gefahr.

Was heißt das konkret? Mit anderen reden, sich austauschen, sich selbst fragen, warum uns das Lob des Chefs so wichtig ist. Wenn das Ignorieren systematisch oder methodisch geschieht, also in Richtung Mobbing geht, könnte man Betriebsrat oder einen Anwalt einschalten, oder sich zumindest an fachkompetenter Stelle beraten lassen. Ansonsten empfehle ich mein Allheilmittel: Beginne SOFORG Dich mit deinen Stärken und Fähigkeiten zu beschäftigen. Das macht stark, sicher und unabhängig. Der Kopf wird frei und ist gleich wieder über Wasser.

Nun zu den Chefs. Sie sind ja auch nur Menschen. Was spielt sich bei denen ab? 

1. Angst: Kann es einem Angst machen, ander zu loben? Vielleicht lade ich die dann ein, zu zutraulich zu werden, bis hin zur Unverschämtheit. Nutzen die mic h dann aus? Fordern mehr Gehalt oder Vergünstigungen?

2. Angst: Wer Lob und Kritik willkürlich verteilt, verunsichert die anderen, macht diese schwach und: sich selber stark.

3. Angst: Wer selbst nie gelobt wurde gibt oft das selbst Erfahrene an andere weiter, aus Angst, dass sich das Erlebte wiederholt. Reiner Selbstschutz.

Für uns Angestellte der Königsweg: Machen wir uns selbst stark und sicher.

Viel Erfolg!


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Sonntag, 10. februar 2008

Angst! Der massivste Stressfaktor überhaupt. Berechtigt? Jein. Der Arbeitsmarkt hat sich zu einem unbekannten und unberechenbaren Wesen entwickelt. Die Unsicherheit ist groß. Jobabbau, Share Holder Value, Standortverlagerungen, Umstrukturierung, Investoren, Heuschrecken, Rationalisierungen. . .
Das kann schon Angst machen, was uns in Zukunft erwartet. In der Folge verlieren die MitarbeiterInnen die Freude an der Arbeit, denn nicht nur sie haben Angst, sondern auch die Vorgesetzten und deren Vorgesetzte. Sozialer Abstieg, Hartz IV-echte Horrorvorstellungen. 
LEIDER sind die meisten wie gelähmt und wissen nicht, was sie tun könnten, wie sie sich verhalten sollen und welche Möglichkeiten, Lösungen und Wege es gibt.
Über seine Rechte Bescheid zu wissen ist eins, aber nicht alles. Auf Anfrage helfen wir Ihnen diesbezüglich gerne weiter.
Eins vorab: Ich kann mir den Arbeitsmarkt von heute nicht wegdenken oder wegwünschen oder ihn verändern. Ich muss die Gegebenheiten, den Kontext, so nehmen, wie er ist. Beeinflussen und ändern kann ich vor allem eins: Mein persönliches Engagement und mein zielgerichtetes Vorgehen.
Seine persönliche Strategie zu entwickeln ist sehr wichtig. Das macht Sie unabhängiger.
Idealerweise holen Sie sich rechtzeitig Hilfe von außen. Warum? In dieser Situation können Sie nicht mehr einschätzen, was realistisch ist und was am schlimmsten ist: Sie werden handlungsunfähig, sind wie gelähmt.
Ein Coach kann Ihnen helfen, die Situation realistisch von mehreren Seiten zu betrachten, er zeigt Lösungen, Wege, Alternativen auf und hilft Ihnen bei zwei grundlegenden Kompetenzen: Entscheiden und handeln. Online Coaching, auch Telecoaching, Coaching on Demand genannt, sind hier preiswerte und effektive Möglichkeiten.
Folgende Teilschritte sind wichtig:
1. Analyse der tatsächlichen Arbeitsplatzsituation, d.h. Informationen sammeln.
2. Die rechtliche Situation klären (Betriebsrat, Anwalt, Internet, Foren)
3. Die finanzielle Situation klären: Was wäre wenn, Rücklagen, Ausgaben
>>> Sie haben jetzt schon eines erreicht: Sie haben sich der Situation gestellt, Sie lernen und erlangen die alte Sicherheit zurück. Das Unbekannte, Unheimliche und Verborgene steht jetzt im Licht und kann angeschaut werden. 
4. Die eigene Strategie: 
4.1. Analyse der Stärken, Referenzen, Erfahrungen, Leistungen, Potenziale, Erfolge usw.
4.2. Analyse, welche Unternehmen dieses Kapital dringend benötigen.
4.3. Erste Gehversuche: Initiativbewerbungen, Zielgruppenbewerbungen, Stellenportale usw.
5. Entscheiden und handeln: Bleiben oder gehen; wenn gehen, wann am besten?
Bitte machen Sie nicht alles allein. Haben Sie keine Scheu, sich psychologische Hilfe zu holen, wenn die Angst sich festgesetzt hat. Und trotzdem: Ins Handeln zu kommen, konkret etwas tun bringt Sie in eine neue Energie! 

Viel Erfolg!

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Sonntag, 10. februar 2008

Hierzu folgende Geschichte:

Sehr geehrter Herr Jesus!

Wir danken Ihnen zunächst für die Überlassung der Personalbögen von zwölf Bewerbern, die Sie in Ihrem soeben gegründeten Unternehmen mit Leitungsaufgaben zu betrauen beabsichtigen. Wir haben alle Unterlagen analysiert und die Daten in unsere Computerprogramme eingegeben. Anschließend haben wir die Bewerber zu einem persönlichen Gespräch mit unserem Psychologen und Berufsberater eingeladen. Zu unserem Bedauern sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass elf der Herren angesichts der hohen Zielvorgaben, die sich Ihr Unternehmen gesetzt hat, nicht empfohlen werden können, weil es Ihnen u.E. an relevantem Background, Bildung und einer angemessenen beruflichen Eignung fehlt. Das Konzept von Teamarbeit und Kollegialität schien ihnen unbekannt. Wir empfehlen Ihnen dringend, nach Bewerbern mit qualifizierten Erfahrungen in Management und Menschenführung Ausschau zu halten.

Mit freundlichen Grüßen

Personalberater


Noch Fragen? Zu diesem Thread passende Themen: Sozialkompetenz, Soft Skills, weiche Faktoren, gesunder Menschenverstand, Potenzial, Personalentwicklung, Der Toyota Weg, Unternehmenskultur
 

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Sonntag, 10. februar 2008

Wir sprechen über die mehr als 4,3 Millionen ArbeitnehmerInnen, die in deutschen Büros arbeiten, mehr als 70 % davon sind Frauen. Studien der deutschen Kranken-kassen ergaben, dass speziell in diesen Berufen die Zahl der psychoso-matischen Erkrankungen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Was hat sich verändert?

Der technologische Fortschritt im IT-Sektor sorgt für eine immer größer werdende Informationsflut, der Zeitdruck wird immer größer und die permanente Anspannung und Verspannung von Geist und Körper steigt. Erstes Fazit: Stress belastet das Muskel-Skelett-System und beeinträchtigt in der Folge das Wohlbefinden: Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, Müdigkeit, Erschöpfung, Ruhelosigkeit. Die Überlastung des vegetativen Systems führt zu psychischen Beschwerden, vor allem: Angst.
Weitere Beschwerden, die dem psychosomatischen Beschwerdenkreis zugeschrieben werden: Erkrankung der Atmungsorgane, interessanterweise auch Verletzungen (durch mangelnde Konzentration) sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden. Dieser Teufelskreis wird natürlich verstärkt durch schlechte Ernährung und zuwenig Bewegung. Irgendwann möchte jeder einfach seine Ruhe haben und hat eben keinen Kopf mehr über Essen und Spazierengehen nachzudenken.

Mit mehr als 10 % haben psychische Erkrankungen einen überproportionalen Anteil am Krankenstand. Depressionen, Angststörungen, Panikattacken. Das bedeutet Platz 4 in der Betrachtung aller Krankheiten. Mehr als die Hälfte der BüroarbeiterInnen können nach eigenen Angaben nach Büroschluss nicht mehr abschalten.

Über Lösungen und Wege aus diesem Kreislauf sprechen wir später in einem weiteren Thread. 

Zu diesem Thread passende Themen: Burnout, Mobbing, Jobangst. 

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Mittwoch, 6. februar 2008
Das Gallup-Institut fand heraus, dass sich nur 16 % der Arbeitnehmer  wirklich für ihr Unternehmen engagieren, loyal und produktiv sind und ihre Arbeit als befriedigend empfinden. Die große Mehrheit wird bei nächst bester Gelegenheit kündigen. 15 % sind sogar aktiv unengagiert.
Die Mangelware Motivation ist ein Milliardengrab. Was für eine Verschwendung. Zumal die Potenziale ja vorhanden sind, nur herrscht in vielen deutschen Unternehmen ein Klima, besser eine Kultur der Angst.
Toyota macht uns vor, wie es gehen kann. Was hindert uns daran, es ihnen gleich zu tun? Hier ist eine neue Kultur gefragt, eine Kultur der Offenheit, der Wertschätzung, des Vertrauens. Techniken und Methoden allein helfen hier nicht weiter. Der grundlegende Wille zur Veränderung auf eine neue Unternehmenskultur, basierend auf einer entsprechenden Grundeinstellung, ist das passende Fundament für das richtige Miteinander. Vermitteln kann diese Kultur bzw. der Weg hin zu einer neuen Kultur nur eine angemessene, gewaltfreie Kommunikation.
Toyota traut seinen Mitarbeitern viel zu. Allen. Sie nennen das Mikromanagement. Das bedeutet, dass jeder Verantwortung für seinen Bereich und darüber hinaus übernimmt. In der Summe und in der Vernetzung führt dies zu ungeheueren Synergieneffekten und der Erfolg gibt ihnen recht, gerade in puncto Produktivität und Qualität.
In Deutschland Utopie? Nein, eine Überlebensfrage.
Bindet die Leute ein, statt sie rauszuschmeißen. Bildet die Leute aus, statt sie teuer einzukaufen. Gebt ihnen Verantwortung, statt sie zu kein zu halten. Gebt ihnen Sicherheit, statt sie mit Angst zu füttern. 
Formuliert euere Unternehmensgrundsätze und schwört euere Führungskräfte darauf ein. Die Menschen und der Standort Deutschland werden es euch danken.
Die erste Frage, die automatisch gestellt wird: Wie? Darum geht es vorerst noch nicht. Dass und nicht wie, muss die Entscheidung lauten. 
Verwandte Themen: Selbstmotivation, Selbstmanagement, Unternehmenskultur, Personalentwicklung, Der Toyota Weg
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